Lauf Zettel lauf!

Irgendwann Ende März, mal wieder frustriert von der massiven Papierverschwendung, fragte ich bei Twitter nach, welche Bibliothek ihre Laufzettel abgeschafft hat. Der Tweet wurde dank Retweets weit verbreitet, aber eigentlich bekam ich nur eine Antwort von@StephanStober

In der Stadtbücherei Hamm wurde der Laufzettel vor ca. zehn Jahren abgeschafft.

Ich will den Laufzettel abschaffen, ich gebe das offen zu und mindestens eine Kollegin ist der gleichen Meinung.

Vor ab zur Info: Wir arbeiten hier im integrierten Geschäftsgang.

Der Laufzettel hat kaum eine Daseinsberechtigung.

Wir in der Erwerbung brauchen ihn, weil oben das Fach steht für das er erworben wurde. Es ist also eine Ordnungshilfe, welcher Fachreferent welches Buch bekommt. Allerdings gibt es da als Alternative beschriftete Buchwägen. Jeder Referent bekommt sein Plätzchen und dann sortiert man die Bücher gleich zur Person. Hier braucht man den Laufzettel also nicht.

Ansonsten ist der Laufzettel nur für die Fachreferenten „wichtig“. Um zu Verschlagworten, tippen sie vom Laufzettel die BV-Nummer ab (die Kennung im Katalog) um so gezielt das Buch aufzurufen.

Dafür hätten meine Kollegin und ich aber schon eine Lösung. Alle Fachreferenten bekommen einen Scanner und scannen damit einfach die ISBN ein. Bücher deren ISBN Code nur auf den Buchumschlägen steht (die werfen wir normalerweise weg) dürfen diesen noch ein wenig behalten. Steht die ISBN nicht einscannbar auf den Buch, muss sie abgetippt werden, aber das müssen sie auch jetzt schon mit der BV-Nummer machen. Laufzettel unnötig und durch das einscannen der ISBN gibt es sogar eine kleine Zeitersparniss.

Ein anderer Grund ist, dass auf den Laufzetteln schon die vergebenen Schlagworte stehen. Einige Fachreferenten geben diese Bücher direkt an die Schlussstelle weiter und vergeben keine weiteren SW (alle anderen Fachrefs nehmen immer alle Bücher mit). Aber auch da, kann man sich mit uns einigen. Wir sehen beim katalogisieren schon welche Bücher deutsche Schlagworte haben. Insofern können auch wir diese Bücher gleich zur Bearbeitung bei der Schlussstelle lassen. Also auch hier, ist der Laufzettel überflüssig.

Ich stelle also fest, die Papierverschwendung muss ein Ende habe.

Ich sage: Rettet die Bäume, stoppt den Laufzettel!

Bibliothekstage 5/5 #libday8

Etwas verspätet nun noch der letzte Tag.

Der morgendliche Schreibtisch

Heutiges Kalenderblatt: der Schwarzpunktrochen, benannt nach den schwarzen Punkten die seine Oberseite überziehen (und daher ist im Kalender die Unterseite abgebildet 😛 )

Müde und leicht kränkelnd beende ich die Woche. Heute abend will ich noch weggehen… bin am zweifeln ob es eine gute Idee ist. Hoffe aber dass es mir im Laufe des Tages besser geht. Am Wochenende dann ausruhen und endlich mal Zeit haben um die DVD der Kollegin zu schauen („Fasten auf italienisch“). Obwohl auch noch raus gehen mit dem Hund einer Freundin (und Kollegin) ansteht. Aber frische Luft soll ja gesund sein.. auch wenn man dabei erfriert.  Mehr Sachen kann ich nämlich mittlerweile nicht mehr anziehen.

Ich werde jetzt noch ein paar Bücher katalogisieren, in einer Stunde kommt schon Kollegin S. mit der ich dann den Termin bei der Chefin habe.

Der Termin bei der Chefin.. ja, ich weiß auch nicht. Scheinbar können wir einen Facebook Auftritt machen, trotzdem bin ich nicht mit dem euphorischen Hochgefühl aus dem Büro getreten. Mir scheint es alles ein  wenig eingeschränkt und sehr ernst werden (warum noch mal, wollen UB immer so seriös sein, wo der Hauptkundenstamm (Studenden) es doch auch eher locker sieht?).

Wir sollen nun noch mal ein Konzept entwickeln. Da wir beim Termin nicht genau wussten, worüber nun eigentlich geredet werden soll, hatten wir nur unsere Vorstellungen mitgebracht, was gemacht werden soll. Man wird sehen, ich werde berichten bzw. dann mal Werbung machen wenn es tatsächlich so weit kommt 😉

Anschließend dann gleich zur Fortbildung „Soziale Netzwerke für Wissenschaftler“ gegangen.  Die war dann sehr interessant, einige kannte ich noch gar nicht. Bin bis jetzt nur bei Mendeley. Obwohl mir Research Gate auch gut gefällt. Aber es ist wieder das Problem dass man einfach nicht in so vielen Netzwerken aktiv sein kann. Mich überfordert das. Twitter und Facebook reichen mir eigentlich. In Mendely bin ich auf Grund unserer AG Innovation. War mal geplant da Dokumente und Links zu sammeln die zum Thema passen, ist aber auch nach kurzer Zeit eingeschlafen.

Nach der Fortbildung war dann Ende für den Tag. Freitag kann man gut auch mal früher gehen, außerdem hing mir immer noch das Terffen mit der Chefin nach.

Bin dann zu erfreulicheren Aktivitäten übergegangen.

Gassi gehen mit Soleil. Auch warm angezogen.

Zum Abschluss des Freitags Abends zum „Immer gut rocken“ ins E-Werk (fast nur mit Bibliothekaren im Schlepptau 😀 )

Bibliothekstage 2/5 #libday8

Tag 2:  Dienstag

Der morgendliche Schreibtisch

Heutiges Kalenderblatt: das graue Riesenkänguru. Es kann mit einem Sprung 10 Meter zurück legen (wie schnell ich dann doch auf Arbeit wäre).

Als erste Aktion, die gestrig bearbeiteten Bücher nach unten bringen. In der Schlussstelle sind die Regale für die Fachreferenten wo die Bücher zum verschlagworten reinkommen. Die Methoden sind dabei sehr unterschiedlich. Die einen nehmen immer alle Bücher mit ins Büro (was bei den SSG Fächern riesige Ausmaße annimmt), die anderen schauen unten auf den Laufzettel ob da Buch schon verschlagwortet ist. Wenn ja, wird es gleich weiter nach hinten gebracht wo die Bücher für die letzten Arbeiten lagern. Einige Fachreferenten verschlagworten aus Zeitmangel gar nicht mehr. Ich finde es immer noch wichtig, obwohl wahrscheinlich wirklich kaum Nutzer mit den Schlagworten arbeiten sondern eher Stichworte nutzen.


Mein frühmorgendlicher Versuch der Anwerbung neuer Mitglieder für den Vergnügungsausschuss war nicht von Erfolg gekrönt. Von fünf potentiellen Kandidaten haben schon vier abgesagt, Person fünf ist momentan krank.

Arghs.. ein mehrbändiges Werk als Monographie bestellt. Und dann waren meine Bestellunterlagen auch noch wirr, so dass der übergeordnete Titel plötzlich der Stücktitel ist.  Und bis es sich in unserem Lokalsystem niederschlägt, dauert es wohl noch vier Tage weil die Schnittstelle so hinterherhinkt. Ganz toll!

Mittagessen: Sushi mit den Kolleginnen. Danach Kaffee!

Was mich manchmal an Bibliotheken stört, ist ihr Umgang mit Büchern. Und ich nehme selbst daran teil. Es ist nämlich dieses ewige bekleben und bestempeln. Eigentlich ein Frevel.  Obwohl ich als Kind auch in jedes Buch meinen Namen schreiben musste…

Immerhin haben wir mittlerweile in unseren Büchern, nur noch den Sicherheitsstempel. Aber dafür manchmal Massen an Aufklebern, gerade wenn es Bücher sind, die von Studiengebühren bezahlt werden. Immerhin ist es wahrscheinlich, dass dieser Aufkleber nächstes Jahr nach den Wahlen in Bayern auf immer verschwindet… (Allerdings schlecht für mich, da ich auch aus Studiengeldern finanziert werde).

Meine heutigen Highlight Bücher waren eindeutig die Beiden:

Die einen sind schon ausgestorben (links) und die anderen zumindest stark bedroht (rechts). So ähnlich können sich also Dinosaurier und Bücher sein.

Katalogisierte Bücher: 26