Bibliothekskongress Leipzig 2013: eine Nörgelei! #bid2013

Der Kongress ist seit einigen Tagen vorbei, das Gefühl von: „es hätte besser sein können“ bleibt. Aber immerhin Leipzig 🙂 Auch wenn das Wetter eindeutig nicht auf der Seite des Bibliothekswesen war!

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Ich befürchte dass wird ein ziemlicher Nörgel-Beitrag. Wer das nicht lesen mag, bitte nun die Seite verlassen und auf bessere Beiträge hoffen.

Es fing schon vor dem Kongress an. Die App wurde vorgestellt und viele stellten fest, dass ihr Smartphone mit Android das App gar nicht nutzen konnte, dass es dieses nur für iOS gab. Als Begründung wurde „bekannt gegeben“ (auf Nachfrage anderer Betroffener) dass man keine Zeit gehabt hätte. Ja.. dass ist doch mal eine… „Begründung“. Alternativ gab es das „Web App“ was auch nichts anderes ist, als eine mobile Website. Nun ja, es gab für alle dass gedruckte Programm, das war am Ende am besten nutzbar.

Ich mag die Kongresshalle in Leipzig (obwohl ich auch noch nicht so viele andere kenne…).

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Der Aufbau an sich war bekannt, Ausstellerpräsentation auf allen Ebenen, dazwischen jede Menge Menschen. Keine Überraschungen auf der Seite.

Das Programm empfand ich von Anfang als nicht wirklich überwältigend. Natürlich ist das Programm auch nur so gut, wie die Beiträge die eingereicht werden. Hier trat für mich immer wieder ein Problem zu Tage. Meine Erwartungen und der eigentliche Vortrag passten oft nicht zusammen. Manchmal erschien es mir, dass es auch gereicht hätte einfach nur die Abstracts zu lesen.
In dem Zusammenhang ist noch ein anderes Problem aufgetreten (und wenn ich Twitter glaub, bin ich da nicht die einzige Person der es so ging). Wie man Power Points technisch erstellt wissen viele, wie man sie inhaltlich didaktisch aufbereitet, wissen offenbar nur die wenigsten. Ich verzichte auf Beispiel, möchte ja niemanden auf die Füße treten. Ein Problem war und ist aber dass teilweise komplette Vortragstexte auf den Folien waren. Und ganz ehrlich, Lesen kann ich selber. Ich brauche keine Vorlesestunde. Einige hatten es als Stichpunkte getarnt und dann einfach vollständige Sätze beim Reden „hervor gezaubert“. Macht die Sache aber auch nicht besser. Ich sehe hier großen Schulungsbedarf.
Positiv fand ich, dass bei den Vorträgen die ich gehört habe, ein Prezi dabei war 🙂 Ich liebe Prezi!
Natürlich waren nicht alle PP schlecht, aber 2/3 waren mittel bis schlecht. Schulungen oder intensives selber aneignen sind hier dringend notwendige liebe Kollegen und Kolleginnen.

Ein anderes riesen Manko war das Raumproblem und die oft falsche Belegung. Warum legt man RDA in einen riesen Saal und Ebooks in einen Kleinen? Ja, RDA kommt und ist wichtig. Aber seien wir realistisch, die meisten interessiert es erst, wenn sie damit arbeiten werden. Was davor passiert, darauf hat der Normalkatalogisierer eh keinen Einfluss. Auf der anderen Seite sind Ebooks und Discovery Services aktuelle Themen in den Bibliotheken, wo dementsprechend auch viele Leute Informationen suchen. Die Veranstalter sollten sich bei der Raum-/Themenkonstellation mehr an aktuellen Bedürfnissen orientieren. Leider kam es so sehr oft vor, dass mann/frau vor komplett überfüllten Räumen stand.

Den Ebook Vortrag hatte ich auch verpasst und bin dann in Prozessmanagement. Ich muss sagen, dass Thema ist sehr interessant und ich werde es auf jeden Fall bei uns auch ansprechen. So hatte die Überfüllung auch was positives.

Was ich auch ganz schön fand, war die Posterausstellung. Da gab es zwar auch einige schlechte, aber auch viele gute. Am besten hat mir das Social Media Poster der Helmut-Schmidt Universitätsbibliothek gefallen.

Programmtechnisch war der Dritte Tag eindeutig der Beste. Am Dienstag war irgendwie ein wenig ein verschwendeter Tag, leider. Immerhin habe ich viele meiner Kommilitonen wieder getroffen. Allein in dieser Hinsicht hat sich der Kongress gelohnt 🙂

Ach ja, was ich noch zum OPUS Server anmerken möchte. Ich finde es super, dass dort teilweise recht zügig die Vorträge hochgeladen werden und man so nochmal gut nachlesen kann. Aber, manchmal wäre es einfach wünschenswert wenn nicht nur die PP dasteht sondern auch ergänzende Notizen und Anmerkungen. Ironischer weise sind die guten PP in dem Fall hinderlich, weil nicht mehr viel drauf steht. In so einem Fall wäre es ein netter Service wenn auch noch eine „ausgearbeitete“ Version mit hochgeladen wird. Man weiß doch, was man gesagt hat oder hat diese Notizen wahrscheinlich sogar schon auf den PC. Es wäre ein wesentlicher Mehrwert.

Oh, Moment ich habe noch was. Bibliothekare und noch viel mehr die Aussteller sind solche Papier Spamer. Echt, an den Stehtischen musste man erst mal Papierberge aus dem Weg schaffen bevor man seine Tasse abstellen konnte. Möchte gar nicht wissen wie viel Papiermüll die Messe am Ende beseitigen musste.

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Und noch was Positives zum Schluss. Super Shirt 🙂

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