Bibcamp 2013 in Nürnberg #bib6

Das Bibcamp, dieses Jahre gerade mal mein Zweites und schon ist man Mitorganisator. So spielt das Leben. Aber um das Ergebnis schon mal vorweg zu nehmen: Schön wars!

Wir Organisatoren fingen ja schon einen Tag früher mit bibcampen an (also eigentlich schon ein Jahr vorher, aber da noch ohne körperliche Arbeit) und zwar mit Extrem-Möbelrücking. Und so langsam fing am Donnerstag dann auch die Aufregung an.. vorher war alles noch weit weg, nun waren es nur noch 24 Stunden bis zu „Eröffnung“. Spannung ob alles so klappt wie wir es im Sinn hatten.

Freitag morgen dann nochmal kurze Zweifel ob der der Obstmensch wirklich geliefert hat. Obst war dann sogar vor mir vor Ort. Überhaupt war dass gesamte Essen sehr zuverlässig (und lecker).

Dank der UB Kollegen
Dank der UB Kollegen

Um 13 Uhr ging es los mit Begrüßung und Sessionplanung. Diesmal habe ich sogar eine eigene Session angeboten „Verstehen uns unsere Nutzer?“. Dazu werde ich noch einen eigenen Artikel verfassen.

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Zum Glück konnte ich auch an anderen Sessions teilnehmen: Social Media in Bibliotheken (mein persönliches Muss!), Humor in Schulungen, Selbstverständnis der Bibliotheken, Social Media zur persönlichen Weiterbildung und Zukunft der Bibliotheksverbände.

Das meiste mitgenommen habe ich sicher aus der Session zu Social Media zu Weiterbildung. Ich habe nämlich das Problem, dass ich mir Fakten merke, aber keine Quellen.. ich habe daher beschlossen wieder mehr Diigo zu verwenden um so auch mal Quellen im Blog nennen zu können. So kann ich immer nur sagen, habe ich mal wo gelesen.

Was ich beim nächsten Bibcamp machen will: an einer Session teilnehmen, die gar nicht meinem Interesse entspricht. Habe ich bisher nicht gemacht, aber ich denke es ist eine gute Sache. Man hängt sonst am Ende zu sehr an einem Themengebiet. Dabei sollte man versuchen offen zu bleiben. Natürlich kann man sich nicht für alles interessieren, aber vielleicht findet man so auch ein neues Interessengebiet.

Perfekt

Wirklich schön war, dass wir zwischendurch immer wieder gelobt wurden, wie toll alles ist und wie schön die Stimmung ist 🙂 So was geht runter wie Öl und ich kann es nur unterschreiben. Ich empfand alles als ziemlich entspannt. Schön waren auch die diversen jüngsten Teilnehmer, einige auf Arm von Mama oder Papa einige auch noch im Bauch von Mama. Aber immer gut, die frühe Prägung auf die Bibliothek!

Abzuwarten bleibt nun wo das Bibcamp im nächsten Jahr stattfinden wird. Die BibCampler schauen nach Leipzig. HTWK und UB oder eine der anderen 100 Bibliotheken… traut euch.

Ganz wichtig auch nochmal: Vielen Dank an die Müchener Studis, sie haben uns wirklich toll geholfen!

Wer sich über die Sessions informieren will: Sessiongrid.

Exclusiv: Behind the scenes, nach dem Bibcamp!

Look at it!

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1 Jahr Ebook Reader

Natürlich gibt es schon viel länger Ebook Reader, aber ich habe meinen erst seit einem Jahr. Mein ausschlaggebender Kaufgrund war damals, dass im Februar 2012 die Franken Onleihe online ging. Ich also endlich Ebooks ausleihen konnte. Denn ich wollte noch nie alle Bücher kaufen, die ich lesen wollte.

Entschieden welcher es wird, hatte ich schon längst. Anfangs hatte ich überlegt den OYO zu holen, war aber nicht überzeugt, ein Kindle stand nie zur Debatte, fand ich zu sehr auf Amazon beschränkt, also ist es der Sony Reader geworden. Mit dem bin ich sehr zufrieden, ich mag meinen kleinen Schwarzen.

Ich leihe nicht nur aus, natürlich kaufe ich auch ab und an mal Ebooks. Wie alle würde ich mich freuen, wenn sie etwas günstiger wären.

Ganz am Anfang, als es mit den Readern anfing, war ich auch sehr skeptisch, nie würde ich so etwas auch nur in die Hand nehmen, nur gedruckte Bücher (am besten im Hardcover) sind doch das einzig Wahre. Ich prophezeite einfach mal den Untergang oder gar nicht erst Aufstieg dieser Technologie. (Genau so ging es mir damals auch als die Digitalfotografie anfing und wer hat jetzt eine digitale SLR zu Hause?!)

Nun gut, offensichtlich habe ich meine Meinung geändert, finde es mittlerweile einfach praktisch. Man muss es sagen, der Vorteil ist unter anderem, dass es egal ist ob das Buch 300 oder 700 Seiten hat, es wiegt immer gleich viel. Gerade wenn man reist, ist das super. Gut, an den Strand würde ich den Reader nicht mitnehmen.

Ich lese beides, ebooks und Druckbücher. Ich mag die „normalen“ Bücher immer noch. Allerdings habe ich schon vor einiger Zeit aufgehört alle Bücher zu sammeln. Aus Platzgründen und weil sich mir der Sinn nicht mehr erschließt (ich hoffe ich bin nicht plötzlich in meinem Beruf falsch). Früher wollte ich ein eigenes Zimmer voll mit Büchern, heute nicht mehr. Ich will viel lesen, will aber nicht viele Bücher (obwohl ich sie liebe). Ich schmeiße keine Bücher weg, ich verschenke sie dann einfach. Manchmal Spende ich auch an die Stadtbibliothek,  aber nur aktuelle und gut erhaltene Bücher (was sollte die Stadtbib mit alten Kamellen?). Schade finde ich immer, dass ich meine ebooks noch nicht so wirklich weitergeben oder verkaufen kann… da herrscht Nachholbedarf liebe Industrie.

Es gibt Phasen da steht der Reader mal länger rum, meist wenn ich entweder zu lange in der Bibliothek war (also Stadtbibliothek wo ich „nur“ Nutzer bin und nicht UB, wo ich ja nun täglich bin) oder wenn Thalia mal wieder „Mängelexemplare“ veräußert. Dann häufen sich die Bücher. Ich habe dann auch einen starken Drang die schnellstmöglich zu lesen. Diese anklagenden ungelesenen Bücherstapel kann ich einfach nicht ertragen.

Viele meiner Kollegen und auch Buchaffine Freunde stehen den Readern auch weiterhin skeptisch gegenüber. Meist ist das Problem der Habtik und die Tatsache dass man nichts zum „ins Regal Stellen“ hat ein Grund. Viele denken sie können darauf nicht lesen, dabei ist eInk eine tolle Sache, so einen Billigreader mit LCD Display sollte man sich da natürlich eher nicht holen (dann kann man sich außerdem gleich ein Tablet kaufen).

Ich bin mittlerweile überzeugt und werde manchmal auch gefragt. Ich empfehle immer den Sony, er bleibt mein Favorit.

Mein erstes Bild von meinem Reader 🙂

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Bibliojobs – wie geht es weiter?

Nach der eher zweifelhaften Stellungnahme des BIB zum Thema bibliojobs ist die Plattform nun seit Montag nur noch für zahlende Mitglieder zugänglich. Allen Protesten und Denkanstößen zum Trotz sitzt der BIB am längeren Hebel. Eine sehr enttäuschende Erfahrung und ein Armutszeugnis für den Verband.

Natürlich war es in der Bibliotheksszene nicht nur ein leere Aufschrei, sondern es wurden sofort zwei Alternativen ins Leben gerufen. Wobei die Variante WordPress von Lambert nun zugunsten von OpenBibliojobs erst mal nicht weiter geführt wird.

Bei OpenBibliojobs kann jeder  Stellenanzeigen einpflegen, dazu bietet es mehr Filtermöglichkeiten als bibliojobs.

Nicht ganz unkritisch beurteilt der „Vater“ von Bibliojobs, Tobia Tietze,  die neue Idee: Stellungnahme zu bibliojobs

Wobei er aber auch nochmal klar sagt, dass es nie angedacht war, das es ein kommerzieller Dienst war. Er hatte damals auch mehrere Anfragen von Privat, dachte aber es wäre in den Händen von einem Verband besser aufgehoben. Enttäuschend, dass dem nun doch nicht so ist. Außerdem rechnet er auch seinen Arbeitsaufwand nochmal vor:

„Ich habe damals für den gleichen Umfang an Recherchen und für die Korrespondenz mit ausschreibenden Institutionen und Jobsuchenden ca. 5 – 6 Wochenarbeitsstunden benötigt. Diese „aufwendige Auswertungsarbeit“ sollte doch wohl von einem Berufsverband mühelos gestemmt werden können.“

Angesichts der Tatsache ist die Argumentation des BIB bezüglich Aufwand und Kosten mehr als fragwürdig…

Daher nochmals die Aufforderung an den Verband doch mal seine zahlenden (!) Mitglieder zu dem Thema zu befragen und weiterhin fordere ich, dass der Arbeitsaufwand des BIB offen gelegt wird! Denn scheinbar gibt es ja eine größere Diskrepanz zwischen den Angaben von Herrn Tietze und dem was der BIB macht. Und bitte, erzählt mir keiner dass der Aufwand mittlerweile höher ist, das würde ja bedeuten es gäbe mehr Jobs im Bibliothekswesen 😉