Sequel: Lauf Zettel lauf!

Im Mai schrieb ich einen Beitrag zu meinem Problem mit den Laufzetteln. Nun haben wir November, und das Problem ist tatsächlich gelöst. Seit gestern gibt es in der Hauptbibliothek Erlangen keine Laufzettel mehr!

Kurz nach dem ich den Beitrag im Blog veröffentlicht habe, hatte ich ihn auch in unserem Mitarbeiterblog veröffentlicht. Ich muss dazu sagen, ich habe mit der Idee das Rad nicht neu erfunden, es gab auch vorher schon mal Andenken und Vorstöße in diese Richtung. Aus mir unbekannten Gründen, ist aber nie etwas daraus geworden. Wie dem auch sei, wir hängen nicht in der Vergangenheit sondern wollen in die Zukunft schauen.
Wie ist nun die Umsetzung? Das“einfache“ zuerst, man stellt bei allen betroffenen Mitarbeitern ab dass ein Laufzettel gedruckt wird. Dass musste unser Kollegin dann wirklich für jeden individuell machen. Dazu muss man natürlich am Geschäftsgang schrauben.
Bei uns wird es nun noch etwas bunter. Nachdem wir schon Signaturschilder in vier verschiedenen Farben haben, kommt dies nun auch bei unseren Fähnchen. Bisher hatten wir Blaue für Sonderstandorte und Grüne wenn der Buchbinder etwas machen muss (Errata, CDs etc.). Nun gibt es noch rote Fähnchen für eilige Bücher (Vormerkungen) und gelb bzw, rosa (es gab da eine Farbenkrise ^^) für Bücher mit deutschen Schlagworten.

Letzteres ist etwas kompliziert und in einer Testphase. Könnte also auch wieder abgeschafft werden. Die Bearbeiter deutschsprachiger Bücher würde es eventuell freuen. Ich, die im englischsprachigen Raum erwirbt, habe da kaum was einzulegen.

Damit es für die Fachreferenten schneller geht haben alle einen Handscanner bekommen und können so ISBN einscannen. Dafür werden nun auch die Umschläge der Hardcover Bücher in diesen verbleiben.

Ich finde das gut, wahrscheinlich retten wir so mehrere Bäume im Jahr und sparen auch Toner. Gut für die Umwelt und für uns in der Erwerbung weniger Faltarbeit. Nun muss ich mich nur noch dran gewöhnen nicht mehr zu hören ob der Drucker auch wirklich den Laufzettel druckt.

 

Bibliothekstage 4/5 #libday8

Morgendlicher Schreibtisch

Heutiges Kalenderblatt: Kalksteinsäulen in Australien… ja, da sieht es zumindest warm aus.

Heute  hat die Kollegin Geburtstag. Habe es leider nicht mehr rechtzeitig geschafft die Kerze an zumachen, das Feuerzeug war leer, Streichhölzer habe ich nicht gefunden. Habe sie mir dann von der Geburtstagskollegin leihen müssen…. Sie bekommt: viel für die Katzen. Katzengras, ein Handtuch mit Katzen und von mir Katzenleckerlies. Aber auch Menschenleckerlies (Knusperflocken, falls die wer kennt). Hauptgeschenk ist ein Thalia Gutschein. Kann man eigentlich immer gebrauchen. Und es gibt in der Frühstückspause Kuchen. Auch Kuchen kann man eigentlich immer gebrauchen 😉

Ich habe hier gerade so ein Buch am Wickel, da frag ich mich, was denkt sich der Verlag dabei. Ein amerikanischer Verlag, alle Seiten in dem Buch sind so perforiert, dass man sie problemlos aus dem Buch reißen könnte. Aber warum? Warum macht man das? Es ist bei dem Verlag auch nicht immer,  sondern nur manchmal… Ein unerklärliches Phänomen.

Kaum ist der eine Bücherstapel abgearbeitet, klopft auch schon der nächste an die Tür. Allerdings wird er sich wohl bis zur nächsten Woche gedulden müssen. Nach dem Mittag muss ich an die Info und da werde ich nur meine Bestellungen mitnehmen. Bücher zwischen den Häusern hin und her schleppen mache ich dann nicht. Und morgen sieht es auch schlecht aus, vielleicht schaff ich es morgens ein paar zu bearbeiten.

Sehr schön übrigens unsere bunte Vielfalt an bunten Signaturschildern. Blau und Gelb für den Normaletat. Grün und rot für die Sondersammelgebiete. Erst seit diesem Jahr so im Einsatz.

Mittagessen: CousCousSalat mit Tomate, Paprika, Möhre und Aprikosen (self made)

Heute Nachmittag drei Stunden Infodienst. Im Neubau, der momentan noch einseitig verhüllt ist. Unten fehlt leider immer noch die Tür, so dass das Gebäude ziemlich kühl ist. Am meisten leiden dabei die Mitarbeiter der Ausleihe, es gibt nämlich einen Kamineffekt im Treppenhaus, so dass man an der Ausleihtheke im Dauerdurchzug sitzt. Im April soll es aber nun endlich ein Ende haben. Ein halbes Jahr später als angesetzt.

Info war heute ziemlich interessant und recht viel zu tun. Da ich noch nicht lange dabei bin, vergesse ich leider immer mal wieder Recherchemöglichkeiten. Aber bei nur einmal Dienst in der Woche ist es recht schwierig und man kann da auch wenig theoretisch lernen. Die vielen Spezialfälle sind vor allem in den Köpfen der langjährigen Mitarbeiter. Die teilen sie einen aber natürlich zur passenden Situation mit. Trotzdem mach ich Info gerne, endlich mal viel Kontakt mit den Benutzern. Beim katalogisieren kommt das gar nicht vor. Und ansonsten sagt man den Leuten, die sich in den Altbau verirren entweder dass sie in das Gebäude auf der anderen Seite müssen oder dass sie noch eine Etage höher müssen um zum Handschriftenlesesaal bzw. zur Dissertationsabteilung zu gelangen.

Die Infotheke aus Bibliothekarssicht, mit Blick auf die Ausleihschalter (für die ich super Umbaupläne im Kopf habe, nur leider nicht mal im Ansatz für so was zuständig bin…)

Katalogisierte und inventarisierte Bücher: 22