Klein Steffi und die erste Begegnung mit der Bibliothek

Dieser Text erschien zuerst auf bibliothekarisch.de unter dem Titel: Das erste Mal: Bibliothek

Das erste Mal in der Bibliothek. Ich bin leider ganz schlecht mit Daten, aber es war auf jeden Fall noch in der Grundschulzeit, dritte oder vierte Klasse.
Ein Besuch mit der ganzen Klasse. Damals war die Bibliothek meines Heimatortes (Blankenburg/Harz) noch in einem großen Klinkergebäude mit hohen Fenster, hohen Wänden und hohen Regalen. Bei der Regalhöhe kann ich mich auch irren, als Kind ist alles viel größer als man selbst. Besucht man solche Orte später nochmal, ist plötzlich alles so “normal”. Die Bibliothek lag im ersten oder zweiten Stock, man musste auf jeden Fall eine ziemlich große Treppe hochgehen. Das Gebäude liegt noch immer an einer viel befahrenen Straße. Und da Blankenburg ziemlich klein ist, liegt alles irgendwie zentral.

Wir saßen auf dem Boden (Teppich) und bekamen etwas von der Bibliothekarin vorgelesen. Danach durften wir noch in der Kinderbibliothek aus schwärmen und in den Regalen der Kinderbibliothek stöbern. Aber da war ich dann auch, bis heute, regelmäßige Besucherin und Nutzerin der Bibliothek.

Irgendwann zog dann die Bibliothek dort aus und in ein Gebäude bei der Stadtverwaltung. Auch erste Etage, wenn man unten rein kam roch es immer muffig, weil das Haus scheinbar feucht war. Die neuen Räumlichkeiten wurden nur umgewidmet, denn ich weiß noch, dass die Zeitschriften immer auf einer Bühne standen. Der Raum wurde vorher als ein kleines Theater genutzt. In diesem Raum waren war fast alles untergebracht: Ausleihtheke, Zettelkatalog (den ich immer irgendwie faszinierend fand, aber nie verstanden habe…), Sachliteratur, Belletristik, Jugendbibliothek (zwei Regalreihen). Die Kinderbibliothek war direkt angeschlossen, aber in kleineren Raum mit gewöhnlicher Deckenhöhe. Als regelmäßige Dauernutzerin, war ich in den Augen der Bibliothekarinnen wohl schnell eine fortgeschrittene Leserin und man “entließ” mich aus der Kinderbibliothek in den Rest der Welt die “große” Bibliothek.

Für Vorträge in der Schule (ich kann mich immer noch an den für Sozialkunde über “Vergewaltigung” erinnern) verbrachten ich mit meinen Freundinnen Stunden in der Bibliothek um Infos zum Thema in der Sachbuchecke zu finden.

In der Bibliothek roch es wie es in Bibliotheken riechen muss, ein bisschen Staub, ein bisschen Papier, ein bisschen Gebäude. Ich weiß noch, dass die Bibliothek lange die Leihkarten hinten in den Büchern hatte. Als vorbildliche Nutzerin habe ich sie beim Warten in der Ausleihschlange immer schon mal aus den Büchern gezogen, damit es dann schneller ging. Scheinbar vertraute man mir, dass ich keine Bücher einfach mitnahm, ohne die Karte abzugeben.

Wie viele Kleinstadtbibliotheken hatte auch diese finanzielle Probleme. Es gab dann auch eine Zeit wo ich sie gar nicht nutzte. Dann kam ich irgendwann wieder, man hatte nun eine elektronische Verbuchung, genau wie ein Gebührensystem. Halbjährliche Gebühren plus eine Gebühr je Medium (allerdings nicht sehr hoch bei Büchern).

Als ich zum Studium nach Leipzig zog, habe ich meine Stadtbibliothek aus den Augen verloren, aber es gibt sie noch immer! Mittlerweile eine OPL. Als ich noch da war, gab es mindestens drei Leute, davon eine Kinderbibliothekarin.

So ändern sich die Zeiten… Geblieben ist mir, dass ich in jeder Stadt in der ich wohne einen Ausweis der Stadtbibliothek habe und ihn auch nutze!

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Dutt war gestern – Tätowierte Bibliotheksmitarbeiter*innen – Ein Projekt

Gleich zu Anfang: Der etwas umständliche Titel ergibt sich aus der Tatsache, dass ich nicht nur Bibliothekare und Bibliothekarinnen ansprechen möchte, sondern natürlich auch alle anderen Ausbildungswege/Menschen die in der Bibliothek arbeiten.

Eigentlich war meine Ursprungsidee, wie sollte es anders sein, ein Buch, besser gesagt ein Bildband. Ausgelöst durch diesen Bildband: „The word made flesh„.
Ich wollte allerdings nicht zwingend Tattoos mit literarischem Inhalt zusammenstellen, sondern Tätowierungen von Menschen die mit Büchern (und vielen anderen Medien) arbeiten. In dem Fall Bibliotheksmitarbeiter*innen. Man könnte es natürlich auch noch auf Buchhändler*innen ausweiten, aber ich bleibe erst mal in mir bekannten Gewässern.

Warum das Ganze?

Nun, weil ich es machen möchte. Weil ich selbst tätowiert bin. Weil es immer noch viele Vorurteile gibt gegenüber tätowierten Menschen! Weil ich nicht mehr gefragt werden will, ob meine Tätowierungen echt sind! Weil ich neue Klischees für Bibliotheksmitarbeiter*innen schaffen will! Weil ich mir gern, schöne und einfallsreiche Tätowierungen angucke.

Beim Buch wollte ich vor allem den deutschsprachigen Raum abdecken. Ich dachte im Sinne der Erreichbarkeit wäre dass gut. Obwohl ich mir gar nicht so sicher bin, wie ich überhaupt irgendwen grenzüberschreitend erreichen soll…

Das Buchprojekt an sich, ist an mir gescheitert, es hat nie die Chance bekommen an desinteressierten Verlagern zu scheitern.
Und dann die Erkenntnis: warum als Buch, wenn es online kostenlos und weltweit verfügbar ist! Vielleicht wird irgendwann doch mal ein gedrucktes Projekt daraus. Kommt darauf an, ob es Verbreitung und Anklang findet.

So viel zur Vorgeschichte. Sollten noch Unklarheiten bestehen, bitte einfach nachfragen.

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Die Umsetzung

Mir erschien ein Blog am sinnvollsten. Die Frage war dann WordPress oder Tumblr. Ich habe mich jetzt (auch dank @leerleser) für Tumblr entschieden. Eingerichtet ist der Blog auch schon: tattooedlibrarians.tumblr.com. Es ist in der Tat ein englischer Blogtitel, ich denke (und hoffe) da einfach mal in die Zukunft.

Der Twitter-Account: https://twitter.com/LibraryTattoo

Und nun? Idee verbreiten. Inhalt generieren.

Jetzt brauche ich Input! Ich werde natürlich erst mal ein eigenes von meinen Körperbildern hochladen. Aber dann sind alle anderen gefragt. Ich muss den Blog verbreiten. Twitter, Facebook, Facebook Gruppen sind natürlich eingeplant. Ich überlege auch InetBib und ForumÖB zu nutzen.. Sinnvoll?

Mir ist noch nicht ganz klar wie ich die Idee nach Österreich und in die Schweiz etc.pp. trage. Wer da noch weiterhelfen kann, bin für jede Idee dankbar. Bzw. habt ihr natürlich die Erlaubnis über das Projekt überall zu berichten.

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Ich will mitmachen! Was muss ich tun?

Wenn ihr auch tätowiert seit und euch beteiligen wollt, schreibt eine Mail an: federkissen@gmail.com

Hängt das Bild eurer Tätowierung(en) an.

Folgende Infos sind erbeten, wie viel ihr konkret preisgeben wollt, überlasse ich euch.

  • Name (Vor- und Nachname, Vorname mit abgekürzten Nachnamen, Twittername…)
  • Alter oder Geburtsjahr
  • Arbeitsort – Stadt oder Bundesland
  • Bibliothekstyp
  • Tattookünstler, Tattooladen
  • Bedeutung, Inspiration, Gedanken zur Tätowierung
  • Tags (auch bei Tumblr kann man „verschlagworten“)
  • Ich werde eure Bilder dann in den Tumblr Blog einpflegen.

    23 Mobile Things

    Ab Montag (24.06) gibt es 23 Mobile Things auch in der deutschen Variante, dank Frau Fahrenkrog und der Zukunftswerkstatt.

    Apps für Bibliotheken und Bibliothekare/Bibliothekarinnen und den Alltag in Bibliotheken. Ausprobieren, mitmachen, mitdenken.

    Ich habe mir mal die englischen Versionen (Original und Version Australien/Neuseeland) angeschaut und finde es wirklich interessant, auch weil man einige Sachen sicher kennt, aber sich keine tiefergehende Gedanken dazu macht.
    Ich freue mich und werde ganz artig teilnehmen und erwarte auch Hausaufgaben!

    Einen ausführlichen Artikel in dem Frau Fahrenkrog 23Things nochmal vorstellt, gibt es auf bibliothekarisch.de

    Ach, noch wichtig. Twitter Hastag: ##ger23mthings

    Hat schon jemand gesagt dass man es „Dreiundzwanzig Mobile Dinge“ nennen sollte? (ja, das musste jetzt sein) Ach ja und 23 ist die Verschwörerzahl. Ha!

    Nachtrag zur N* Wort Debatte (meine Fragestunde)

    Frage: Ihre seit Bibliothekar/Bibliothekarin in einer öffentlichen Bibliothek. Ihr habt eine Vorlesestunde bei einer Gruppe von Kindern mit verschiedenen Hautfarben. Ihre nehmt zum Vorlesen zum Beispiel „Die kleine Hexe“. Dann setzt ihr euch vor diese Kinder und lest dann das N* Wort vor? Und dann? Danach geht ihr zum Kind, welches potentiell so betitelt werden könnte und erklärt ihm dass das nicht so gemeint ist? Wie genau kann ich mir die N* Wort Problematik in Kinderbüchern in der bibliothekarischen Praxis denn vorstellen?

    Was werdet ihr tun, wenn Mutter, Vater, Oma, Opa, Tante oder Onkel ankommen und sich hinterher beschweren, weil das Kind nun verstört ist, weil Freunde aus der Gruppe dieses Kind nun plötzlich mit N* bezeichnen. Was dann? Sag ihr diesen Leuten dann auch: Das gehört zur Kultur, zur Sprache? Sprecht ihr dann wieder von Zensur? Darauf hätte ich doch gern mal eine Antwort!

    Wie genau klärt ihr denn Kinder über das N* Wort auf? Was genau werdet ihr ihnen sagen? Das interessiert mich!
    Erklärt ihr den Kindern woher das N* Wort kommt und sagt dann, dass man es nie verwenden darf, weil man damit andere verletzt? Ich möchte das wirklich wissen!

    *****

    Ich habe mit Leuten gesprochen die sagten, dass „diese Leute“ dann die entsprechenden Kinderbücher einfach meiden müssen. Ich habe mit Leuten gesprochen die vorschlugen man soll vorne in das Buch einen Aufkleber machen, auf dem steht dann wahlweise: „Achtung, N* im Buch“ oder „Nichts für schwache Gemüter“. Ich habe mit Leuten gesprochen die mir sagten: „N* sind nun mal N*!“

    Und das schlimme daran, es sind alles Bibliothekare und Bibliothekarinnen.

    Bibliotheken schreiben sich doch immer auf die Fahnen offen für alle Kulturen zu sein. Ist das offen?

    Viele Bibliotheken haben extra fremdsprachige Bestände, aber zur gleichen Zeit Bücher im Bestand die einen Teil ihrer Benutzer diskriminiert. Nun gibt es die Chance das zu ändern, aber keiner macht es.

    Warum verstehen die Angehörigen von O. Preußler (und der Autor selbst) und zwei große Verlage das Problem und reagieren völlig angemessen darauf, aber die Bibliothekare und Bibliothekarinnen verteidigen die Nutzung rassistischer Worte? Es ist außerdem keine Zensur, wenn der Autor bzw. deren Vertreter dem zustimmen. Alle sprechen davon dass nun alles zensiert wird, davon war nie die Rede, niemand hat das gefordert. Man will sich doch nur vor der eigentlichen Debatte drücken, in dem man diese Pauschalisierungen aus dem Sack holt.

    Ähnlich auch wenn dann verglichen wird, dass Fernsehen viel gefährlicher für Kinder ist als das N* Wort. Nur, was hat dass eine mit dem anderen zu tun. Es geht nicht um die Gefahr die von einem Wort ausgeht, sondern es geht darum wie man Menschen gegenüber steht. Wahrscheinlich wird das N* Wort niemanden töten. Aber es verletzt unglaublich viele Leute!

    *****

    Es kam der Vorschlag von DonBib wir sollten nicht über die korrekte Bezeichnung reden, sondern Veranstaltungen dazu anbieten. Das mag im Kern eine gute Idee sein, aber bei der praktischen Umsetzung habe ich Angst dass es eine Diskussion von Weißen, für Weiße wird und am Ende sich alle bestätigen dass das N* Wort erhalten bleibt.

    Ich wäre allerdings interessiert daran, wie genau ihr euch so eine Debatte vorstellt! Notwendig ist sie auf jeden Fall!

    *****

    Ich möchte noch einen Hinweis an alle geben die rassistische und diskriminierende Worte verteidigen: Schaut euch mal die Welt an und dann schaut wer hautfarbenmäßig unterlegen ist (kleiner Hinweis, ein Blick in den Spiegel sollte bei vielen die Antwort bringen).

    *****

    Ich ende hier mit einem Zitat aus einem Artikel von „Der Tagesspiegel“ (Hervorhebung von mir)

    Wenn nun in der aktuellen Debatte darauf verwiesen wird, dass es einmal „normal“ gewesen sei, das N-Wort zu benutzen, muss man sich fragen, was das für eine Zeit war. Rassismus war eben überall salonfähig. Es kann keine „neutrale“ Verwendung des N-Wortes geben. Es war immer herabwürdigend gemeint. Nur waren die, die etwas dagegen gesagt hätten, in der Minderheit.

    Die Sache mit dem N* Wort

    Eigentlich hatte ich diese Artikelidee bereits wieder verworfen, bis ich heute in den Erlanger Nachrichten ein Interview mit der Leiterin der Stadtbibliothek Erlangen zum Thema las. Daraufhin sehe ich mich nun doch „gezwungen“ eine andere Meinung zu vertreten. Erschütternd (für mich) ist dabei, dass sie in der Bibliothekswelt mit dieser Meinung nicht allein dasteht. Als das Thema noch aktueller war, konnte man bei Twitter viel Empörung bei Bibliothekaren und Bibliothekarinnen lesen. Gerne wurde die Worte „Zensur“ und „Kultur“ verwendet. Ich habe keinen dieser Tweets favorisiert (weil sie es nicht verdient hatten) und kann so keine Beispiele mehr nennen.

    Fangen wir kurz von vorne an. Vor einigen Wochen forderte ein Vater, aus Kinderbuchklassikern rassistische Begriffe zu tilgen. Er wollte seiner Tochter unter anderem nicht zumuten  N* und andere diskriminierende Begriffe vorzulesen. Nach einem Mailwechsel hatte der Verlag und die Verwandtschaft Preußlers ein einsehen und noch in diesem Jahr soll eine Version von „Die kleine Hexe“ erscheinen, wo auf derartige Worte verzichtet wird. Thienemann versprach daraufhin weitere Bücher nach rassistischen und diskriminierenden Worten zu durchsuchen und auch diese zu ersetzen.

    Nun sollte man meinen, dass dies unter großem Beifall der Öffentlichkeit passierte. Ist es doch ein Schritt in die Richtung, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen. Aber nein! Was passierte? Plötzlich war die Rede von Zensur, Kulturverfall, sprachliche Armut die über Deutschland hereinbricht. Unangebrachte Vergleiche zur Bücherverbrennung der Nationalsozialisten kamen natürlich auf. Kommentare die meinten, wenn man diese Worte verwendet sei dass nicht rassistisch, sondern man beschreibt nur einen Menschen. Aha! Ehrlich, ich möchte kotzen wenn ich so was lese, ich kann es nicht anders sagen.

    Ja, ich weiß dass es zur Entstehungszeit der Bücher die es betrifft, noch völlig „normal“ war N* (und andere diskriminierende Worte) zu benutzen. Aber heute ist nicht mehr damals. Heute wissen wir, dass es andere Menschen verletzt wenn man sie mit diskriminierenden Worten bedenkt.
    Und ja, ich weiß auch, dass das Streichen aus den Büchern nicht dazu führen wird, dass alle Kindern tolerant sein werden. Nein, dafür ist vor allem die Gesellschaft verantwortlich. Aber es ist ein Anfang, ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Man muss irgendwo anfangen und ich denke Kinderbücher sind genau der richtige Ort dies zu tun.
    Wie kann eine, angeblich weltoffene Gesellschaft, an einem Wort hängen das vor allem mit Kolonialismus und Sklaverei verbunden ist? Welche sprachliche Armut wird eintreten wenn man Menschen als Menschen bezeichnet und nicht mehr nach Hautfarbe, vermuteter Herkunft oder anderen Merkmalen bezeichnet?

    Dieses Änderungen sind keine Zensur, sondern Notwendigkeit!

    Ich hatte als Kind auch ein Buch namens „10 kleine N*lein“. Ich habe es oft vorgelesen bekommen und auch gerne angeschaut. Heute würde ich einem Kind lieber „10 kleine Jägermeister“ beibringen als dieses Buch nochmal aus der Mottenkiste zu holen. In meiner Familie bin ich diejenige die meine Familienmitglieder immer mal wieder ermahnen muss nicht dieses Wort zu verwenden. Ich möchte es einfach nicht mehr hören, ich möchte keine abwertende Begriffe für Menschen hören. Ist das wirklich noch nötig, sollten wir nicht längst darüber hinweg sein?

    Und das schlimmste für mich ist, dass Bibliothekare und Bibliothekarinnen sosehr an den Büchern hängen, so sehr Angst um das Kulturgut Buch haben, dass sie diese Worte verteidigen! Ich bin auch Bibliothekarin, ich liebe Bücher wirklich. Aber noch wichtiger finde ich eine tolerante Gesellschaft.

    Ich möchte kurz eine Freundin zitieren, die sich zum erstgenannten Interview der Leiterin der Stadtbib ER geäußert hat:

    „Farbige“, von einer Frau, die im Bereich „Kultur und Bildung“ tätig ist.

    Besonders schlimm bei der Berichterstattung war und ist, dass das N* Wort ständig ausgeschrieben wird. Es wird ganz „normal“ verwendet, als ob es nichts schlimmes wäre. Aber dass ist es!

    Ich möchte an den Brief des kleinen Mädchens erinnern, die sich furchtbar fühlt wenn man sie mit N* anredet.

    Als weiteren Lesetipp für alle verweise ich auf einen Artikel bei mädchenmannschaft.net: Hamsterrad der Ignoranz – Wenn Weiße mit sich selber über Rassismus reden

    Der Titel stellt auch eines der Kernprobleme dieser Diskussion dar. „Weiße“ urteilen darüber was rassistisch ist und was nicht.

    Zum Abschluss meines Artikels, mit dem ich mich gerne unbeliebt mache, möchte ich mich kurz selbst zitieren (eine Nachricht an meinen oben zitierte Freundin, die in der ersten Wut über den Artikel entstand):

    Was geht denn ab in der „offenen“ Bibliothekswelt. Als ob das was mit Bücher schützen zu tun hat, warum soll man ein rassistisches Wort beschützen? Warum soll man es überhaupt in die Köpfe der Kinder bringen? Meine Fresse!!!!!!!!