1 Jahr Ebook Reader

Natürlich gibt es schon viel länger Ebook Reader, aber ich habe meinen erst seit einem Jahr. Mein ausschlaggebender Kaufgrund war damals, dass im Februar 2012 die Franken Onleihe online ging. Ich also endlich Ebooks ausleihen konnte. Denn ich wollte noch nie alle Bücher kaufen, die ich lesen wollte.

Entschieden welcher es wird, hatte ich schon längst. Anfangs hatte ich überlegt den OYO zu holen, war aber nicht überzeugt, ein Kindle stand nie zur Debatte, fand ich zu sehr auf Amazon beschränkt, also ist es der Sony Reader geworden. Mit dem bin ich sehr zufrieden, ich mag meinen kleinen Schwarzen.

Ich leihe nicht nur aus, natürlich kaufe ich auch ab und an mal Ebooks. Wie alle würde ich mich freuen, wenn sie etwas günstiger wären.

Ganz am Anfang, als es mit den Readern anfing, war ich auch sehr skeptisch, nie würde ich so etwas auch nur in die Hand nehmen, nur gedruckte Bücher (am besten im Hardcover) sind doch das einzig Wahre. Ich prophezeite einfach mal den Untergang oder gar nicht erst Aufstieg dieser Technologie. (Genau so ging es mir damals auch als die Digitalfotografie anfing und wer hat jetzt eine digitale SLR zu Hause?!)

Nun gut, offensichtlich habe ich meine Meinung geändert, finde es mittlerweile einfach praktisch. Man muss es sagen, der Vorteil ist unter anderem, dass es egal ist ob das Buch 300 oder 700 Seiten hat, es wiegt immer gleich viel. Gerade wenn man reist, ist das super. Gut, an den Strand würde ich den Reader nicht mitnehmen.

Ich lese beides, ebooks und Druckbücher. Ich mag die „normalen“ Bücher immer noch. Allerdings habe ich schon vor einiger Zeit aufgehört alle Bücher zu sammeln. Aus Platzgründen und weil sich mir der Sinn nicht mehr erschließt (ich hoffe ich bin nicht plötzlich in meinem Beruf falsch). Früher wollte ich ein eigenes Zimmer voll mit Büchern, heute nicht mehr. Ich will viel lesen, will aber nicht viele Bücher (obwohl ich sie liebe). Ich schmeiße keine Bücher weg, ich verschenke sie dann einfach. Manchmal Spende ich auch an die Stadtbibliothek,  aber nur aktuelle und gut erhaltene Bücher (was sollte die Stadtbib mit alten Kamellen?). Schade finde ich immer, dass ich meine ebooks noch nicht so wirklich weitergeben oder verkaufen kann… da herrscht Nachholbedarf liebe Industrie.

Es gibt Phasen da steht der Reader mal länger rum, meist wenn ich entweder zu lange in der Bibliothek war (also Stadtbibliothek wo ich „nur“ Nutzer bin und nicht UB, wo ich ja nun täglich bin) oder wenn Thalia mal wieder „Mängelexemplare“ veräußert. Dann häufen sich die Bücher. Ich habe dann auch einen starken Drang die schnellstmöglich zu lesen. Diese anklagenden ungelesenen Bücherstapel kann ich einfach nicht ertragen.

Viele meiner Kollegen und auch Buchaffine Freunde stehen den Readern auch weiterhin skeptisch gegenüber. Meist ist das Problem der Habtik und die Tatsache dass man nichts zum „ins Regal Stellen“ hat ein Grund. Viele denken sie können darauf nicht lesen, dabei ist eInk eine tolle Sache, so einen Billigreader mit LCD Display sollte man sich da natürlich eher nicht holen (dann kann man sich außerdem gleich ein Tablet kaufen).

Ich bin mittlerweile überzeugt und werde manchmal auch gefragt. Ich empfehle immer den Sony, er bleibt mein Favorit.

Mein erstes Bild von meinem Reader 🙂

reader

Bibliothekstag Bayern in Bayreuth 2012

Das erste Mal einen bayerischen Bibliothekstag mitgemacht. Überlegt hatte ich immer mal wieder, aber das Programm fand ich nie sehr ansprechend. Dann wurde bei uns in der Bibliothek jedoch nochmal von der Direktion aus, dafür geworben. Gerüchte sagen, weil es zu wenige Anmeldungen gab.

Ein Kollege/Freund fragte dann ob wir nicht zusammen hinfahren wollen… nun gut, man lernt ja immer was dazu.

Der Bibliothekstag fand in der Stadtbibliothek Bayreuth statt. Ein wirklich schöner Veranstaltungsort, von der Bibliothek bin ich begeistert. Sie befindet sich in einem ehemaligen Kaufhaus. Dadurch hat die RW21 Rolltreppen und viel Platz. Selbstverbuchungsautomat, Rückgabeautomat, Kassenautomat und lustige bunte Spinde. Ein großes Lesekaffee mit Dachterrasse.  Einen Raum namens Blackbox in dem ich den größten Teil meiner Zeit verbrachte.

So schön wie die Stadtbibliothek ist, so bin ich doch vom Bibliothekstag selbst eher enttäuscht. Das Programm hat sich logischerweise nicht mehr verändert. Es gab einfach nicht viel Neues. Wie auch beim Bibliothekarstag  immer wieder ein Problem:die Referenten überziehen und man kann keine Fragen mehr stellen. Von Diskussionen möchte man ja gar nicht reden.

Problem für mich (und ein paar andere, allerdings nicht die Masse), es gab weder einen Twitterhashtag noch einen vernünftigen Zugang zum W-LAN (nur Stundentickets von der RW21, aber bei kurzer Inaktivität musste man sich immer wieder neu anmelden).

Mit vollem Elan nahmen wir sogar an der Eröffnungsveranstaltung teil. Was mich da wirklich störte, es wurden bei jeder Rede Staatsobersekretäre, Parteimitglieder etc. begrüßt, aber nie die Bibliothekare. Die Eröffnung war wohl scheinbar eher politische Lobbyarbeit. Enttäuschend, wo doch die Bibliothekare die breite Masse darstellten. Der integrierte erste Vortrag über „Mainstream im Bau“, ließ einem überwiegend ratlos zurück, weil der Referent ein wenig am Thema vorbei war bzw. ganz andere Vorstellungen zu dem Thema hatte als erwartet. Aber nun weiß ich das Riad bald eine pilzförmige Bibliothek ihr Eigen nennen kann.

Danach Essen, welches wirklich hervorragend war 🙂

Mein erster Tag fand in der Black Box statt (um es vorweg zu nehmen, der Zweite auch). Ich habe mir zwei Vorträge angehört. „Blick nach Europa“, wo die Möglichkeiten des bibliothekarischen Auslandsaufenthalt vorgestellt wurden. Sehr interessant. Außerdem auch Pflicht, weil eine Kollegin auch einen Beitrag geleistet hat.

Danach dann „mediaTUM“, die Cloud Lösung der TU München. Interessant, sogar den Technikteil habe ich zu 99% verstanden.

Am nächsten Tag gab es dann ein sehr kleines Programm. Ich war in „Ausbildung lohnt sich“, dort wurde über die FaMI Ausbildung in Bayern ging. Unsere UB fängt dieses Jahr auch damit an. Vor allem der Vortrag von Frau Groß aus der Stadtbibliothek München war sehr interessant. Leider musste sie stark einkürzen, weil der erste Referent stark überzogen hatte.

Danach folgte dann noch „Konsortien? – Nutzen für Bibliotheken“. Hier war vor allen der Vortrag von Stephanie Kroiß und Bernhard Vogt (beide UB Bayreuth) hervorzuheben. In ihrem Vortrag ging es um Budgetkürzungen und Ausstieg aus Konsortien und der Verhandlungen mit einem unbenannten großen Zeitschriftenverlag.

Und das war es dann für den Tag. die Vorträge gingen nur von 10-11.45 Uhr. Ich denke, hätte man am Montag etwas früher angefangen und die Veranstaltung am Anfang wesentlich gekürzt, hätte man den Biblithekstag tatsächlich auch „Tag“ nennen können.

Dienstag nahmen wir dann noch an der Bibliotour teil. Leider war sie mehr Stadtführung. Das Ziel war die UB Bayreuth. Da kamen wir aber eigentlich erst kurz vor Ablauf der Zeit an, so dass für die Bibliothek kaum Zeit blieb. Insofern ist der Name der Führung ein wenig falsch gewählt.

Allerdings bin ich vom Campus der Uni Bayreuth begeistert. So klassisch, ich hätte es hier auch gern. Es ist so ein bißchen die kleine heile, akademische Welt 🙂

Fazit: Nächstes Jahr bitte ein besseres Programm. Pausen zwischen den Vorträgen um den Wechsel zwischen den Vorträgen zu erleichtern. Bringt auch mehr Ruhe im Raum. Gerne wieder in so einer schönen Stadtbibliothek.