Bibcamp #bib9 HdM Stuttgart 08/09. April

Mir ist aufgefallen, dass ich nie den Bibcamp Bericht zu Leipzig geschrieben habe… ärgerlich und ich befürchte ihn retrospektiv zu schreiben kriege ich nicht hin. Dann immerhin über Stuttgart.

Gleich zu Anfang bin ich ziemlich neidisch auf diesen richtig echten Campus von Universität und HdM. Wenn man an einer UB arbeitet die auf zwei Städte verteilt ist und am Hauptsitz auf das komplette Stadtgebiet, dann träumt man von so einem Campus 😀

Es war diesmal ein kleines Bibcamp mit wohl nicht ganz 80 Teilnehmenden. Ein Grund sicherlich auch, dass kurz vorher erst Bibliothekskongress in Leipzig war.
Bei der Vorstellungsrunde waren dann gefühlt die Hälfte der Teilnehmenden von der HdM, aktuell und ehemalig.

Organisiert war es, wie an den Hochschulen ja üblich, von den Studierenden (die hartnäckig nicht gegendert haben, auch nicht (nachträglich) in den Mitschriften).
Das Team hat seine Arbeit gut gemacht, Ausschilderung im Haus war sehr gut, für Essen und Trinken war gesorgt und auf Wunsch einer einzelnen Dame (*räusper*) sogar noch Sojamilch gekauft 😀

Die Sessionplanung ist ja immer ein bissel schleppend, aber alles in allem lief es gut und wir hatten zwei interessante Tage. Die Sessiondokumentationen gibt es gebündelt hier.
Es wurden ja im Vorfeld Themen gesammelt, einige der interessanten Themen konnten aber leider nicht umgesetzt wurden, weil die Leute dazu scheinbar nicht da waren. Bei anderen Themen hat sich aber Ersatz gefunden.

Ich habe auch ein Thema moderiert: Kommunikationsprobleme zwischen Kollegen_innen.
Wer sich nicht durch die Mitschrift kämpfen will, hier kurz eine Zusammenfassung von mir.
Erstens, man ist nicht allein mit dem Problem. Das beruhigt. Und zweitens, es ist weniger ein Kommunikationsproblem als Problem von verschiedenen Persönlichkeiten. Und daher ist es schwer bis gar nicht lösbar. Tatsächlich ist die gängige Lösung, dass der_die Kollege_in oder man selber in eine andere Abteilung wechselt.
Natürlich sollte vorher versucht werden miteinander zu reden, die Probleme sollten offen auf den Tisch kommen.
Was ich auch feststellen musste, dass es einfach einen großen Redebedarf gibt, viele reden mit Freunden aber scheinbar war auch die Session einfach mal eine Gelegenheit sich diese Probleme von der Seele zu reden.
Wir haben also als Lösungsansätze: Probleme ansprechen, Versetzung, mit Freunden reden.

Meine erste Session bei der ich war handelte davon wie man Menschen für die Bibliotheksschulungen begeistern kann. Ich fand die Session sehr informativ und ich werde im Blog meiner UB noch einen Beitrag speziell zum Thema Schulungen schreiben. Denn was in der Session klar wurde, so ziemlich alle Bibliotheken haben das ähnliche Problem, die allgemeinen Bibliothekseinführungen sind schlecht besucht, die spezielleren Themen (vor allem Literaturverwaltungssoftware) wesentlich besser. Daher sollte überlegt werden, ob man Schulungen nicht spezieller ausrichtet. Auch scheint es ein Problem zu sein, dass die Schulungen immer gleich zu Semester-/Studienanfang rausgehauen werden. Gerade die neuen Studierenden sind eh überlastet mit all den Informationen die sie bekommen und generell der neuen Situation Studium. Dass der Elan auch noch eine Bibliotheksschulung zu machen, da vielleicht nicht mehr groß ist, ist gar nicht so weltfremd 😉 Auch ist das Wording (ein schönes Wort) wichtig. „Richtig zitieren“ ist ansprechender als „Datenbankenrecherche“. Und sicherlich können sich die meisten unter zitieren auch mehr vorstellen, als unter Datenbank. (womit wir wieder bei meinem Lieblingsthema sind, dass wir Bibliothekare_innen so furchtbar schlimm reden).

Ein anderes interessantes Thema war auch „Umgang mit schwierigen Bibliothekaren_innen„. Da gib es quasi um uns, durchaus auch kritisch. Sehr gut. Es ging dabei um die Kollegen_innen die viel Nutzer_innenkontakt haben, insbesondere das Infopersonal.
Ich finde da viel wieder, was ich auch immer mal von meinen Kollegen_innen höre (nicht zwingend Info, eher so alle die Abenddienste an der Ausleihtheke machen dürfen). Für viele ist es ein Problem, dass mittlerweile viele technische Fragen kommen. Wobei Technik hier die Kopierer, Scanner oder das W-LAN sind. Kann ich so sofort unterschreiben. Wichtig ist einfach, dass die Kollegen_innen entsprechend geschult werden. Bzw. dass man weiß, wen man fragen kann bzw. an wen man die fragende Person verweisen kann. Auch als Infopersonal muss man nicht jede Frage beantworten können, aber man sollte zumindest wissen wen man alternativ fragen kann.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten Benutzer_innen es schlimm finden, wenn man etwas nicht weiß. Am Ende ist ihnen wichtig, dass sie Hilfe bekommen und wenn ich dafür jemanden anrufen muss oder sie an die passende Stelle verweise ist das auch okay.

Und wo war ich noch? Natürlich beim ewigen Social Media Thema. Wirklich Neues gibt es nicht zu berichten, habe ich auch nicht erwartet 😉 Auffällig war, es waren echt viele Leute da, aber kaum jemand hat mitdiskutiert. Keine Ahnung was sich die einzelnen Menschen so erhofft haben. Ich denke Social Media ist mittlerweile auch etabliert innerhalb der Bibliothekswelt, wirklich was Neues sehe ich da momentan nicht. Aber, eigentlich ging es bei der Session auch um die Frage ob man quasi auf jeden neuen Social Media Zug aufspringen muss.
Die Antwort ist: Nein. Natürlich kann es jeder privat ausprobieren, aber für die Bibliothek darf man auch warten wie sich der Dienst so entwickelt und in Deutschland etabliert. Einig waren wir uns allerdings, dass niemand so recht den Nutzen von Snapchat für Bibliotheken sieht. Kennt jemand Bibliotheken (weltweit) die den Dienst nutzen? Würde mich ja interessieren, was die da machen.

So.. soviel zu den Sessions. Und nun muss ich noch ein wenig kritisieren und ein Thema aufgreifen welches vom Orgateam am Ende des Bibcamps angesprochen wurde.

Ich gebe zu, es ist ein bissel meckern auf hohem Niveau. Also es gab einen selbst bedruckten Beutel (super!) und recht viel Werbematerial (nicht super, ist wie auf Kongressen wo alle erst mal die Mülleimer verstopfen). Und hier gleich die Kurve zum angesprochenen Problem, scheinbar hatten das Orgateam Finanzierungsprobleme, weil man den Firmen die was Spenden sollen, nicht genügend Werbefläche einräumen darf.

Kurz zu Barcamps (was das Bibcamp ja ist). Barcamps sind ja quasi ein Gegenentwurf zu klassischen Konferenzen. Auf klassischen Konferenzen steht das Programm fest, es gibt Vorträge und dann wenig bis keine Zeit um auf Fragen/Probleme/Diskussionsbedarf einzugehen.
Traditionell war es beim Bibcamp immer so, dass es kostenfrei war. Und auch frei von Werbeständen der Sponsoren. Ich wüsste auch nich was ekz, BIB und Konsorten da hinstellen wollen. Ich denke die meisten gehen zum Bibcamp um tatsächlich mal aktiv Probleme besprechen zu können und nicht weil sie ein neues Regalsystem kaufen wollen.

Schon immer, wurden die Sponsoren auf der Homepage genannt und teilweise hatten sie die Möglichkeit Infomaterial auslegen zu lassen. Angesichts der eher kleineren Teilnehmerzahl der Bibcamps wäre jeder weitere Aufwand eigentlich ein finanziell übertriebener Aufwand der Sponsoren. Extra Personen für zwei Tage in eine Stadt schicken, Hotel bezahlen und Gehalt ist sicherlich teurer, als eine Finanzspritze und Werbematerial zu übergeben.

Nun kam also die Frage auf, ob man nicht doch einen, ich nenn es mal „Umkostenbeitrag“ erheben sollte. Ich bleibe bei meinem, schon in Stuttgart geäußerten, nein.
Übrigens nicht, weil ich nicht bereit wäre dafür Geld zu zahlen. So mal der vorgeschlagene Betrag bei 20€ war. Viele scheinen dass Geld fürs Bibcamp auch erstattet bekommen (also Fahrt- und Übernachtungskosten). Für Studierende sollte es weiterhin kostenfrei bleiben, dass müsste man dann aber auch auf Arbeitssuchende Kollegen_innen erweitern.
Ich finde halt, es hat 8 Jahre lang ohne Geld funktioniert. Soweit ich weiß (man berichtige mich, wenn es nicht stimmt), haben es bisher alle anderen geschafft die Camps mit Sponsoren zu finanzieren.
Ich kann es leider nicht so verargumentieren, warum ich „nein“ sage. Es ist so ein Gefühl und ein Angenervtsein von Sponsoren (dass ist jetzt kontraproduktiv ^^). Aber vielleicht sollten die Sponsoren auch mal realistisch bleiben, es ist eine kleine Veranstaltung, sie werden immer (!) genannt. Was erhoffen sie sich also von Ständen? Wenn ich Präsenzen vor Ort will, dann geh ich wieder nur zu Kongressen. Wenn die Sponsoren einen Mehrwert aus ihrem Sponsoring ziehen wollen, dann sollen sie Leute hin schicken die Sessions halten oder zumindest in welche rein setzen. Dass würde einigen sicher gut tun, damit sie mal wieder wissen welche Probleme es bei ihren Kunden oder Mitgliedern gibt.
Gegen Sponsorenpräsenz im Sinne von Flyern oder ein Poster ist nichts einzuwenden, finde ich gerechtfertigt.

Ein schwieriges Thema. Sicher sind Traditionen auch mal dazu da sie zu brechen, aber hier würde ich doch gern am kostenfreien Charakter festhalten.

So, für nächstes Jahr gibt es leider noch niemanden. Wer war denn noch nicht dran? Die Münchener Bibliotheksschule wenn ich nicht irre ^^ Und die Berliner? Aber warum nicht auch mal wie bei uns in Nürnberg, wo Bibliotheken die Arbeit übernommen haben?! Wir dürfen gespannt sein. Ich könnte mich für einen „Austragungsort“ am Meer erwärmen. Ob Ost- oder Nordsee wäre mir egal.
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Das 7. BibCamp 2014 steigt!

Endlich, endlich.. ein Ort und ein Termin für das diesjährige Bibcamp. Überhaupt ein Bibcamp dieses Jahr! Ich freu mich!
Am liebsten würde ich direkt meinen Dienstreiseantrag einreichen ^^

So, safe the date: 26./27. September in Potsdam an der FH.

Super, in Potsdam war ich noch nie und vielleicht hänge ich dann einfach noch ein paar Tage Berlin dran…. mal schauen.

Back to the roots … – das 7. BibCamp 2014 steigt am 26./27. September in Potsdam.

Verstehen uns unsere Nutzer? (Bibcamp Session) #bib6

Meine erste eigene Session beim Bibcamp überhaupt drehte sich um ein Thema welches mich schon länger beschäftigte. Die Frage: Verstehen uns unsere Nutzer? Schon als ich das Thema vorstellte, kamen aus dem Publikum ein mehrfaches „Nein“. So Thema beendet… natürlich nicht. Aber immerhin schon mal das Problem erkannt. Mir ging es daher vor allem um Lösungsansätze.

Das erste mal stolperte ich über dieses Thema bei einem Blogartikel über die Einführung eines Discovery Systems. Dabei fiel den Bibliothekaren auf dass so „einfache“ Begriffe wie „Artikel“ oder „Aufsatz“ den Leuten eigentlich nicht klar sind. Auch beim diesjährigen Bibliothekskongress in Leipzig wurde ein ähnliches Problem erwähnt (bitte nicht fragen wo, ich dachte ich hätte es aufgeschrieben, finde es aber nicht wieder…).

Wie dem auch sei, ich denke viele die bei der Ausleihe oder der Info oder bei Schulungen mitwirken kennen diesen Ausdruck auf dem Gesicht der Menschen die vor einem stehen. Dieser Ausdruck der sagt: Danke für die Info, verstanden habe ich dich aber nicht.
Vergleichend mit dem grünen Kristall über den Köpfen der Sims, stellt man sich Benutzer am besten mit einem Fragezeichen über den Kopf vor. Wird es rot haben sie gar nichts verstanden und fühlen sich schlecht. Im Idealfall sollte es wohl eher Gold strahlen und sich in ein Ausrufezeichen verwandeln (kann dass bitte jemand zeichentechnisch umsetzen!).

Wie erreicht man dass? Ein Allheilmittel gibt es natürlich nicht, es kommt immer drauf an, wer vor einem steht.

Folgende Ergebnisse habe ich bei der Session niedergeschrieben:
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Ich versuche an dieser Stelle noch einmal mein Gehirn aus wringen und die Punkte etwas näher zu beschreiben.

  • Abkürzungen auflösen. Jeder Branche verwendet ihre eigenen Abkürzungen, dass ist untereinander okay, aber viele Benutzer können damit nichts anfangen. OPAC, EZB, ZDB, OPUS… und wie sie alle heißen. Wenn man mit Benutzern spricht sollte man versuchen nicht nur mit den Abkürzungen zu arbeiten oder sie zumindest einmal zu erklären. Wobei man anstatt OPAC natürlich auch Katalog sagen könnte. Verwirrend sind Abkürzungen auch, weil sie mehrere Bedeutungen haben können. EZB = Elektronische Zeitschriftenbibliothek. Oder auch EZB = Europäische Zentralbank.

  • Festes Vokabular für die Institution festlegen. Sicher eher schwierig umzusetzen. Es geht im Prinzip darum dass alle die Auskunft geben, die gleichen Begrifflichkeiten verwenden. Um nochmal das Beispiel heranzuziehen, sagt man lieber Katalog oder OPAC. Egal wie, alle sollen sich auf einen Begriff einigen und der sollte dann natürlich auch im Internetaufritt so auftauchen. Ob es wirklich umsetzbar ist… Versuch macht kluch!

  • Bibliothekarische Begrifflichkeiten dem Benutzer gleich erklären. Ähnlich wie bei den Abkürzungen. Hierbei besteht natürlich die Gefahr, dass man jemanden etwas erklärt der es schon weiß.

  • Bedürfnisse erfragen bevor Erklärungen kommen. Weniger ist mehr. Auf die Perspektive kommt es an.
    Ich fasse diese drei Punkte mal zusammen. Man neigt dazu den Benutzer teilweise einfach zu viel zu erzählen. Dies natürlich aus dem Drang raus, ihm all seine Möglichkeiten plus ein bißchen mehr näher zu bringen. Man ist von seiner Bibliothek und deren Leistungen überzeugt und möchte dies auch den Benutzer zeigen. Ist allerdings für diese eher verwirrend als hilfreich. Also sollte man versuchen nur die Frage zu beantworten. Wenn es um Begrifflichkeiten geht, ist es durchaus okay auch zu fragen ob der Begriff wirklich klar ist oder man dieses oder jenes näher erklären soll. Benutzer sind sehr selten vom Fach, bedenken sie auch dies.

  • Benutzer ermutigen zu fragen! Ganz wichtig. Wirklich immer wieder sagen, dass wenn noch Fragen offen sind, diese auch gestellt werden sollen. Man kennt es selbst, man fragt ungern mehrfach nach weil man Angst hat, dass der Gegenüber einem für Begriffsstutzig hält. Ein Gefühl dass niemand mag. Daher die Leute immer ermutigen bei jeglichen Fragen einfach zur Info (oder andere Stelle) zu gehen und zu fragen. Natürlich muss dann auch das dortige Personal freundlich reagieren, selbst wenn man einige Fragen vielleicht schon zum zehnten mal an dem Tag beantwortet (nicht zwingend der gleichen Person).

  • Doppeldeutige Begriffe erklären. Die Bibliotheken haben Begriffe die auch in anderen Bereichen des Lebens auftauchen: Magazin, Artikel, Katalog, Signatur… Es kommt dadurch zu Verwirrungen beim Benutzer und man sollte sich dann die Zeit nehmen, denjenigen zu erklären war bei uns ein Magazin oder ein Artikel ist.

  • Begriffe mit lebensnahen Beispielen erklären. Fachbegriffe mit der gelernten Definition zu erklären bringt die Leute nicht immer weiter. Daher bieten sich anschauliche Beispiel an. Signatur = die Adresse des Buches.
    Ich finde irgendwo sollte man solche Beispiele mal sammeln! Ich bin für alles offen, biete auch meinen Blog an. Kommentare zu weiteren Beispielen erwünscht!

  • Bei der Einführung neuer Services, vorher überlegen welche Begrifflichkeiten verwendet werden sollen.

  • Visualisierung von Begriffen. Der Vorteil liegt auf der Hand (und nein, es ist nicht dass wir jetzt nur noch Videos zeigen und nicht mehr mit den Nutzern reden!). Ein Nutzer kann sich das Video zu Hause auch mehrmals ansehen. Wenn er beim ersten schauen verstanden hat wie zum Bsp. die Fernleihe funktioniert kann er sich das Video auch nochmal und nochmal anschauen. Er muss nicht mehrmals nachfragen, er kann es sich in Ruhe selbst aneignen. Natürlich muss auch hier der Hinweis sein, dass auch das Personal vor Ort gerne behilflich ist. Mehr Videos!

  • Gestik und Mimik beachten! Es wäre in der Tat sinnvoll, wenn man im Studium/Ausbildung oder als Fortbildung eine Schulung erhält wie man Gestik und Mimik richtig interpretiert und die Ergebnisse verwendet. Es ist unerlässlich der Person die man berät ins Gesicht zu schauen um zu merken ob sie versteht was man erklärt. Mimik lässt viel schwerer unterdrücken und wir zeigen oft mehr als wir wollen. Daher: Augen auf!
  • Ich versuche einen Teil dieser Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen, es ist aber nicht immer leicht. Man fällt schnell in sein Fachvokabular zurück.
    Es hilft wahrscheinlich sich immer mal wieder selbst in die Position zu begeben, wo man beraten wird. Denn auch Bank, Versicherung oder Fleischereifachverkäufer haben ihr Vokabular wo wir auch die Stirn runzeln müssen.

    Wenn ich etwas wichtiges vergessen habe, wäre es super wenn andere Teilnehmer der Session hier vielleicht noch ergänzen.

    Vielen Dank an alle die bei der Session waren und mitgemacht haben 😀

    Bibcamp 2013 in Nürnberg #bib6

    Das Bibcamp, dieses Jahre gerade mal mein Zweites und schon ist man Mitorganisator. So spielt das Leben. Aber um das Ergebnis schon mal vorweg zu nehmen: Schön wars!

    Wir Organisatoren fingen ja schon einen Tag früher mit bibcampen an (also eigentlich schon ein Jahr vorher, aber da noch ohne körperliche Arbeit) und zwar mit Extrem-Möbelrücking. Und so langsam fing am Donnerstag dann auch die Aufregung an.. vorher war alles noch weit weg, nun waren es nur noch 24 Stunden bis zu „Eröffnung“. Spannung ob alles so klappt wie wir es im Sinn hatten.

    Freitag morgen dann nochmal kurze Zweifel ob der der Obstmensch wirklich geliefert hat. Obst war dann sogar vor mir vor Ort. Überhaupt war dass gesamte Essen sehr zuverlässig (und lecker).

    Dank der UB Kollegen

    Dank der UB Kollegen

    Um 13 Uhr ging es los mit Begrüßung und Sessionplanung. Diesmal habe ich sogar eine eigene Session angeboten „Verstehen uns unsere Nutzer?“. Dazu werde ich noch einen eigenen Artikel verfassen.

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    Zum Glück konnte ich auch an anderen Sessions teilnehmen: Social Media in Bibliotheken (mein persönliches Muss!), Humor in Schulungen, Selbstverständnis der Bibliotheken, Social Media zur persönlichen Weiterbildung und Zukunft der Bibliotheksverbände.

    Das meiste mitgenommen habe ich sicher aus der Session zu Social Media zu Weiterbildung. Ich habe nämlich das Problem, dass ich mir Fakten merke, aber keine Quellen.. ich habe daher beschlossen wieder mehr Diigo zu verwenden um so auch mal Quellen im Blog nennen zu können. So kann ich immer nur sagen, habe ich mal wo gelesen.

    Was ich beim nächsten Bibcamp machen will: an einer Session teilnehmen, die gar nicht meinem Interesse entspricht. Habe ich bisher nicht gemacht, aber ich denke es ist eine gute Sache. Man hängt sonst am Ende zu sehr an einem Themengebiet. Dabei sollte man versuchen offen zu bleiben. Natürlich kann man sich nicht für alles interessieren, aber vielleicht findet man so auch ein neues Interessengebiet.

    Perfekt

    Wirklich schön war, dass wir zwischendurch immer wieder gelobt wurden, wie toll alles ist und wie schön die Stimmung ist 🙂 So was geht runter wie Öl und ich kann es nur unterschreiben. Ich empfand alles als ziemlich entspannt. Schön waren auch die diversen jüngsten Teilnehmer, einige auf Arm von Mama oder Papa einige auch noch im Bauch von Mama. Aber immer gut, die frühe Prägung auf die Bibliothek!

    Abzuwarten bleibt nun wo das Bibcamp im nächsten Jahr stattfinden wird. Die BibCampler schauen nach Leipzig. HTWK und UB oder eine der anderen 100 Bibliotheken… traut euch.

    Ganz wichtig auch nochmal: Vielen Dank an die Müchener Studis, sie haben uns wirklich toll geholfen!

    Wer sich über die Sessions informieren will: Sessiongrid.

    Exclusiv: Behind the scenes, nach dem Bibcamp!

    Look at it!

    Nachtrag bibcamp 2012

    Bilder, ich habe noch Bilder gemacht beim Bibcamp.

    Habe dafür ein Flickr Album erstellt. Viel Spaß beim anschauen

    Bibcamp@Flickr

    bibcamp2012 in Cologne #bkc12

    Mein erstes bibcamp. Nun schon eine Woche vorbei. In so fern bin ich wohl auch etwas spät mit meinem Blogbeitrag, aber die Arbeit hatte mich dann gleich wieder gefangen genommen.

    Wie dem auch sei, wenn ich auch keinen Vergleich zu vorhergehenden bibcamps habe, möchte ich doch mit einer positiv – negativ Liste anfangen.

    Natürlich das Gute zuerst:

    • viele nette Leute kennen gelernt
    • Vorstellungsrunde mit drei „Hashtags“ (auch wenn ich es ganz furchtbar fand ein Mikro in die Hand zu nehmen)
    • und weil wir uns alle lieb haben, darf man alle Duzen!
    • viele interessante Diskussionen gehabt, wovon ich vieles am liebsten in „meiner“ UB umsetzen würde
    • Twittern ist erst bei solchen camps richtig toll
    • neue Follower und neue Leute zum folgen
    • das Essen
    • bin nun Mitglied in der Itinerant Poetry Library
    • Session Tabelle auf dem barcamp Erklärungsblatt (auch wenn ich die x-Achse nicht ganz verstanden habe 😉 )

    Natürlich ist es utopisch es allen recht zu machen, daher hier meine Kritikpunkte

    • das ewige Time out beim W-Lan und das damit verbundene andauernde neu einwählen
    • die Türen der Räume konnten von außen nicht geöffnet werden, war ein Problem beim Raumwechsel
    • der Live Stream Raum: die Sitzordnung war wie in Vorlesungen und viele hatten sicher Hemmung dahin zu gehen, weil die Meinungen dann sehr öffentlich in die Welt getragen wurden (den Ansatz an sich, fand ich trotzdem nett)
    • Getränke: 0,5l Flaschen zum mitnehmen hätte ich einfach praktischer gefunden (aber gut, Müllvermeidung durch mehrmaliges benutzen des Bechers)

    An folgenden Sessions habe ich teil genommen (und sogar öfter was gesagt, trotz Neulings nicht nur passiv gewesen, aber das liegt auch daran dass ich immer zu allem eine Meinung habe…)

    – Social Media – Inhalte für UBs

    War interessant, dass viele scheinbar die gleichen Probleme haben. Was schreibt man und vor allem in welchem Ton.

    – OPAC Funktionalitäten

    Man kann festhalten, der Katalog braucht keine Amazon Funktionalitäten. Die Leute wollen einfach die Bücher finden, die sie suchen. Interessant dann aber die Diskussion die noch entstand: brauchen wir eine „Experten Suche“. Ich sag da übrigens ganz klar: Ja!

    – Selbsterfahrungsgruppe Facebook

    Auch hier das Problem, des wie schreibe ich auf Facebook. Aber auch das Problem mangelnder Inhalte und fehlende Akzeptanz unter Kollegen. Gut zu hören, dass auch andere Kollegen das Problem haben, dass sie mit den medial geschürten Vorurteilen gegenüber Facebook zu kämpfen haben.

    – Scheiß Bibliothek

    Hm.. der Ansatz war wirklich gut. Es ging darum, wie man den Nutzern (vor allem von übervollen UBs) ein besseres Bibliothekserlebnis angedeihen lassen kann.

    Dafür bekamen alle Post its und sollten zwei bis drei Ideen aufschreiben und vorne anpinnen. Wurde auch gemacht. Leider entstand dann keine wirkliche Diskussion. Die Vorschläge wurden vom Moderator abgenommen, vorgelesen und es wurde gefragt wie man es findet. Nun ja, da kam einfach kaum Diskussion auf.

    Aber die Idee zur Session war trotzdem gut.

    – Einen neuen Blick auf NutzerInnen entwickeln

    Hier fragte Anne Christensen in ihrer Funktion als Benutzungschefin, wie man Mitarbeiter bestärken kann Regeln auch ohne den Schilderwald in vielen Bibliotheken durchzusetzen. Sehr interessant wie wir unsere Kollegen und auch unsere Benutzer sehen.

    – Innovationsmanagement in Bibliotheken

    Im Streaming Raum! Ich hab sogar was gesagt, werde es mir aber sicher nie anhören! Ich fühlte mich in gewisser Weise verpflichtet dahin zu gehen, weil ich ja hier in der AG Innovation bin. Ich hatte auf aufregende und kontroverse Diskussionen gehofft. Am Ende war es leider mehr eine Vorlesung ohne neue Erkenntnisse. Schade.

    – Essen und Trinken im Lesesaal

    Erkenntnis: wir alle wollen weniger Regeln, mehr Freiräume für die Benutzer. Die Angst um das besudelte Buch bleibt. Essenlisten will aber auch keiner führen. Vorschlag einer allgemeinen Klausel in der Benutzungsordnung: Die Würde des Buches ist unantastbar.

    Danach war in zwei Sessions die beide nicht so meins waren, daher lasse ich sie mal unerwähnt.

    Fazit: gerne jederzeit wieder. Man nimmt viel mit, bekommt Anregungen und Ideen was man anders machen kann oder vielleicht sogar sollte. Man reflektiert seine Arbeit danach ganz anders. Natürlich spielt auch das Kontakte knüpfen eine große Rolle, trotzdem war es manchmal auch Schulhof Atmosphäre mit den ganzen Grüppchen.

    Auch hier nochmal: Ein großes Danke und Lob an alle Organisatoren und Helfer!

    Tja, und das nächste Bibcamp? Ist hier bei uns, in Nürnberg. Wir haben keinen Fachbereich hinter uns, aber wir werden es trotzdem schaffen und es wird ganz toll. Ich lehne mich da einfach schon mal aus dem Fenster. Auch wenn wir immer wieder so Minuten haben wo wir schon vorher mal vor der Last der Aufgabe zusammenbrechen wollen 😀

    Eine Sammlung von bibcamp Beiträgen  und den Sessions findet ihr unter: Nachlese bibcamp 2012

    P.S. Ja, die Tätowierungen auf meinen Armen waren echt.