bibcamp2012 in Cologne #bkc12

Mein erstes bibcamp. Nun schon eine Woche vorbei. In so fern bin ich wohl auch etwas spät mit meinem Blogbeitrag, aber die Arbeit hatte mich dann gleich wieder gefangen genommen.

Wie dem auch sei, wenn ich auch keinen Vergleich zu vorhergehenden bibcamps habe, möchte ich doch mit einer positiv – negativ Liste anfangen.

Natürlich das Gute zuerst:

  • viele nette Leute kennen gelernt
  • Vorstellungsrunde mit drei „Hashtags“ (auch wenn ich es ganz furchtbar fand ein Mikro in die Hand zu nehmen)
  • und weil wir uns alle lieb haben, darf man alle Duzen!
  • viele interessante Diskussionen gehabt, wovon ich vieles am liebsten in „meiner“ UB umsetzen würde
  • Twittern ist erst bei solchen camps richtig toll
  • neue Follower und neue Leute zum folgen
  • das Essen
  • bin nun Mitglied in der Itinerant Poetry Library
  • Session Tabelle auf dem barcamp Erklärungsblatt (auch wenn ich die x-Achse nicht ganz verstanden habe 😉 )

Natürlich ist es utopisch es allen recht zu machen, daher hier meine Kritikpunkte

  • das ewige Time out beim W-Lan und das damit verbundene andauernde neu einwählen
  • die Türen der Räume konnten von außen nicht geöffnet werden, war ein Problem beim Raumwechsel
  • der Live Stream Raum: die Sitzordnung war wie in Vorlesungen und viele hatten sicher Hemmung dahin zu gehen, weil die Meinungen dann sehr öffentlich in die Welt getragen wurden (den Ansatz an sich, fand ich trotzdem nett)
  • Getränke: 0,5l Flaschen zum mitnehmen hätte ich einfach praktischer gefunden (aber gut, Müllvermeidung durch mehrmaliges benutzen des Bechers)

An folgenden Sessions habe ich teil genommen (und sogar öfter was gesagt, trotz Neulings nicht nur passiv gewesen, aber das liegt auch daran dass ich immer zu allem eine Meinung habe…)

– Social Media – Inhalte für UBs

War interessant, dass viele scheinbar die gleichen Probleme haben. Was schreibt man und vor allem in welchem Ton.

– OPAC Funktionalitäten

Man kann festhalten, der Katalog braucht keine Amazon Funktionalitäten. Die Leute wollen einfach die Bücher finden, die sie suchen. Interessant dann aber die Diskussion die noch entstand: brauchen wir eine „Experten Suche“. Ich sag da übrigens ganz klar: Ja!

– Selbsterfahrungsgruppe Facebook

Auch hier das Problem, des wie schreibe ich auf Facebook. Aber auch das Problem mangelnder Inhalte und fehlende Akzeptanz unter Kollegen. Gut zu hören, dass auch andere Kollegen das Problem haben, dass sie mit den medial geschürten Vorurteilen gegenüber Facebook zu kämpfen haben.

– Scheiß Bibliothek

Hm.. der Ansatz war wirklich gut. Es ging darum, wie man den Nutzern (vor allem von übervollen UBs) ein besseres Bibliothekserlebnis angedeihen lassen kann.

Dafür bekamen alle Post its und sollten zwei bis drei Ideen aufschreiben und vorne anpinnen. Wurde auch gemacht. Leider entstand dann keine wirkliche Diskussion. Die Vorschläge wurden vom Moderator abgenommen, vorgelesen und es wurde gefragt wie man es findet. Nun ja, da kam einfach kaum Diskussion auf.

Aber die Idee zur Session war trotzdem gut.

– Einen neuen Blick auf NutzerInnen entwickeln

Hier fragte Anne Christensen in ihrer Funktion als Benutzungschefin, wie man Mitarbeiter bestärken kann Regeln auch ohne den Schilderwald in vielen Bibliotheken durchzusetzen. Sehr interessant wie wir unsere Kollegen und auch unsere Benutzer sehen.

– Innovationsmanagement in Bibliotheken

Im Streaming Raum! Ich hab sogar was gesagt, werde es mir aber sicher nie anhören! Ich fühlte mich in gewisser Weise verpflichtet dahin zu gehen, weil ich ja hier in der AG Innovation bin. Ich hatte auf aufregende und kontroverse Diskussionen gehofft. Am Ende war es leider mehr eine Vorlesung ohne neue Erkenntnisse. Schade.

– Essen und Trinken im Lesesaal

Erkenntnis: wir alle wollen weniger Regeln, mehr Freiräume für die Benutzer. Die Angst um das besudelte Buch bleibt. Essenlisten will aber auch keiner führen. Vorschlag einer allgemeinen Klausel in der Benutzungsordnung: Die Würde des Buches ist unantastbar.

Danach war in zwei Sessions die beide nicht so meins waren, daher lasse ich sie mal unerwähnt.

Fazit: gerne jederzeit wieder. Man nimmt viel mit, bekommt Anregungen und Ideen was man anders machen kann oder vielleicht sogar sollte. Man reflektiert seine Arbeit danach ganz anders. Natürlich spielt auch das Kontakte knüpfen eine große Rolle, trotzdem war es manchmal auch Schulhof Atmosphäre mit den ganzen Grüppchen.

Auch hier nochmal: Ein großes Danke und Lob an alle Organisatoren und Helfer!

Tja, und das nächste Bibcamp? Ist hier bei uns, in Nürnberg. Wir haben keinen Fachbereich hinter uns, aber wir werden es trotzdem schaffen und es wird ganz toll. Ich lehne mich da einfach schon mal aus dem Fenster. Auch wenn wir immer wieder so Minuten haben wo wir schon vorher mal vor der Last der Aufgabe zusammenbrechen wollen 😀

Eine Sammlung von bibcamp Beiträgen  und den Sessions findet ihr unter: Nachlese bibcamp 2012

P.S. Ja, die Tätowierungen auf meinen Armen waren echt.


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